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Campus Herrschaftsbrühl
icon.crdate08.09.2026
Nach Jahren intensiver Planung hat der Gemeinderat den Weg für einen modernen Bildungscampus am Standort Herrschaftsbrühl frei gemacht. Die Idee dahinter: Statt nur zu sanieren, entsteht ein gemeinsames Zentrum für das Gymnasium und die Realschule, das Raum für die Rückkehr zu G9, mehr Ganztagsangebote und ein enges Miteinander der beiden Schulen schafft. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2027 geplant; den Auftrag erhielt die Firma Reisch aus Bad Saulgau zum Angebotspreis von 12,965 Millionen Euro.
Neuer Bildungscampus schafft Platz für Ganztag und G9
Nach Jahren intensiver Planung hat der Gemeinderat den Weg für einen modernen Bildungscampus am Standort Herrschaftsbrühl frei gemacht. Die Idee dahinter: Statt nur zu sanieren, entsteht ein gemeinsames Zentrum für das Gymnasium und die Realschule, das Raum für die Rückkehr zu G9, mehr Ganztagsangebote und ein enges Miteinander der beiden Schulen schafft. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2027 geplant; den Auftrag erhielt die Firma Reisch aus Bad Saulgau zum Angebotspreis von 12,965 Millionen Euro.
Die Diskussion um die Zukunft des Schulzentrums reicht weit zurück. Bereits 2016 wurden erste kleinere Sanierungsmaßnahmen an Realschule und Gymnasium umgesetzt. 2021 wurden umfassende Planungsleistungen ausgeschrieben – von der Neuanordnung der Grundrisse über energetische Sanierung und Fassadenarbeiten bis hin zur Modernisierung der digitalen Infrastruktur. Im Mai 2022 fasste der Gemeinderat dann grundsätzliche Beschlüsse wie die Umnutzung des Gemeindesaals im Gymnasium zu Unterrichtsräumen, die Erweiterung der Gymnastikhalle und die Prüfung zusätzlicher Flächen für einen Ganztagsbetrieb der Realschule. Erste Gedankenspiele zu einer gemeinsamen Mensa tauchten auf.
Im Laufe der folgenden Jahre wurde offensichtlich, dass eine reine Sanierung den künftigen Bedarf nicht decken konnte: Zusätzliche Unterrichtsflächen, Ganztagsbetreuung, eine größere Mensa, eine Mediothek und attraktive Gemeinschaftsbereiche fehlten. Aus der ursprünglichen Sanierungsplanung entwickelte sich deshalb die Vision eines gemeinsamen Bildungscampus, der die Frage „Wie sanieren wir?“ in „Wie schaffen wir einen modernen, räumlich und pädagogisch vernetzten Bildungsstandort?“ verwandelte.
Im Mai 2025 wurden die Anforderungen an das Projekt gemeinsam mit den Schulleitungen und den Eltern- und Schülervertretern konkretisiert. Dabei ging es darum, den zusätzlichen Raumbedarf zu decken, eine neue Mensa sowie eine Mediothek zu schaffen und damit einen gemeinsamen Bildungscampus zu realisieren. Eine Machbarkeitsstudie mit Standortuntersuchung Ende 2025 ergab schließlich: Ein zentrales, barrierefrei anschließendes Gebäude ist die beste Lösung. Anfang 2026 wurde ein europaweites Vergabeverfahren mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt, bei dem eine unabhängige Bewertungskommission mit renommierten Architekten sowie Vertretern aus Gemeinderat, Schulleitung und Verwaltung in zwei Sitzungen die Entwürfe prüften. Im Juli 2026 fiel der Zuschlag an die Firma Reisch aus Bad Saulgau, die den Neubau zum Angebotspreis von 12,965 Millionen Euro erstellen will.
Das neue Gebäude ergänzt die bestehenden Schulgebäude als verbindender, barrierefreier Baukörper und bietet:
- 10 zusätzliche Klassenzimmer
- 3 Differenzierungsräume
- 1 Mensa mit angrenzendem Büro
- 1 Mediothek
- 1 Lehrerlounge
- 2 Büros für Schulsozialarbeit
- 1 Jugendraum und 1 Besprechungsraum
- Großzügige Flure mit hoher Aufenthaltsqualität zum Lernen und Verweilen
- barrierefreie Anbindung sowohl an Gymnasium als auch an Realschule
Die Wiedereinführung von G9 am Gymnasium war ein zentraler Auslöser für die Projektentwicklung. Ein neunjähriges Gymnasium im Ganztag benötigt deutlich mehr Unterrichts- und Betreuungsflächen. Der neue Campus schafft diesen dringend benötigten Raum – für zusätzlichen Unterricht, Ganztagsbetreuung und attraktive Lernorte im Alltag der Schülerinnen und Schüler. Zugleich eröffnet das gemeinsame Gebäude zahlreiche Chancen für eine verstärkte Zusammenarbeit beider Schulformen: gemeinsame Mensa, Mediothek und Aufenthaltsflächen erleichtern kooperative Projekte, gemeinsame Arbeitsgruppen und ein stärker vernetztes Schulleben.
Bürgermeister Philipp Bürkle und die beiden Schulleitungen betonen gleichermaßen den hoffnungsvollen Charakter des Vorhabens: „Wir bauen hier nicht nur Räume, wir schaffen Begegnungsorte, an denen Lernen Freude macht und Zusammenarbeit gelebt wird.“ Mit dem Baustart im ersten Halbjahr 2027 beginnt nach langer Planungsphase die Umsetzung eines neuen und modernen Schulzentrum Herrschaftsbrühl. Die Gemeinde investiert 12,965 Millionen Euro in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen – ein klares Signal für Bildung, Zusammenhalt und eine attraktive Schullandschaft vor Ort. Dem Neubau soll dann direkt anschließend die Sanierung der Bestandsgebäude folgen.
Derzeit wird die Bauplanung finalisiert und die Vorbereitungen für den Baustart getroffen. Nach dem Schulstart sollen die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler über das Projekt, den weiteren Zeitplan und mögliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb informiert werden.












