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Von Ochsenhausen in die Welt
icon.crdate02.08.2026
Einst füllte eine umfangreiche Büchersammlung den Bibliothekssaal in Kloster Ochsenhausen, doch nach der Auflösung des Konvents im Jahr 1803 wurde sie in alle Welt zerstreut. Beim Vortrag „Verwahrt, verkauft, vergessen? Die frühesten Buchdrucke aus dem Benediktinerkonvent Ochsenhausen“ am Freitag, 14. August, um 18.00 Uhr erhalten die Gäste einen Einblick in das Schicksal der Ochsenhausener Bücher: Die Düsseldorfer Historikerin Eva Neufeind stellt die Verbreitungswege einzelner Exemplare und die daran beteiligten Akteure vor. Der Vortrag findet im Klostermuseum statt und ist Teil der BAROCKwoche. Der Besuch des Vortrags ist kostenlos.
Vortrag zur verstreuten Bibliothek des ehemaligen Benediktinerkonvents
Einst füllte eine umfangreiche Büchersammlung den Bibliothekssaal in Kloster Ochsenhausen, doch nach der Auflösung des Konvents im Jahr 1803 wurde sie in alle Welt zerstreut. Beim Vortrag „Verwahrt, verkauft, vergessen? Die frühesten Buchdrucke aus dem Benediktinerkonvent Ochsenhausen“ am Freitag, 14. August, um 18:00 Uhr erhalten die Gäste einen Einblick in das Schicksal der Ochsenhausener Bücher: Die Düsseldorfer Historikerin Eva Neufeind stellt die Verbreitungswege einzelner Exemplare und die daran beteiligten Akteure vor. Der Vortrag findet im Klostermuseum statt und ist Teil der BAROCKwoche. Der Besuch des Vortrags ist kostenlos.
Vom prächtigen Wissensspeicher zum leeren Saal
Seit der Klostergründung sammelten die Benediktinermönche von Ochsenhausen wertvolle Handschriften und gedruckte Bücher für ihre Bibliothek. Nach der Auflösung des Klosters 1803 fiel das Kloster mitsamt seinen Schätzen an die Fürsten von Metternich-Winneburg. Fürst Clemens Wenceslaus verkaufte das Kloster 1825 schließlich an das junge Königreich Württemberg. Beinahe die gesamte bewegliche Ausstattung, darunter die Büchersammlung und zahlreiche Kunstschätze, hatte der Fürst zuvor nach Westböhmen in sein Schloss Kynžvart (Königswart) gebracht.
Von Ochsenhausen in die Welt
Durch die Auflösung des Bibliotheksbestands Ochsenhausen ging eine über Jahrhunderte hinweg entstandene Wissensordnung verloren. Dennoch lassen sich heute zahlreiche Werke mit Ochsenhausener Stempel in verschiedenen Ländern nachweisen. Alleine aus der Sammlung von Frühdrucken, die zwischen 1450 und 1500 entstanden, können aktuell 144 Exemplare in fünf Ländern identifiziert werden. Doch welche Werke haben sich erhalten und was verraten sie über die Zusammensetzung der Sammlung? Wie kamen Drucke aus Ochsenhausen etwa in den Besitz der Tschechischen Republik, nach Den Haag in das älteste Buchmuseum der Welt oder an die renommierten Universitäten Oxford und Harvard? Eva Neufeind zeichnet in ihrem Vortrag detailliert die Wege einiger Exemplare aus dem Buchbestand Ochsenhausens nach. Insbesondere fragt sie dabei nach den Verbreitungswegen der Bücher, derhistorischen Sammeltätigkeit und den beteiligten Akteuren. Der Vortrag macht durch die einzelnen Beispiele das Schicksal der einst prächtigen Sammlung besonders anschaulich.
Service und Information
Verwahrt, verkauft, vergessen?
Die frühesten Buchdrucke aus dem Benediktinerkonvent Ochsenhausen
Vortrag von Eva Neufeind, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Termin
Freitag, 14. August, 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Kloster Ochsenhausen
Klostermuseum
Schlossbezirk 4/1
88416 Ochsenhausen
Preise
Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos.
Hinweis
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Öffnungszeiten Kloster Ochsenhausen
1. April bis 31. Oktober
Di–So, Feiertag 12.00–17.00 Uhr
Kontakt
Klosterverwaltung Schussenried
Neues Kloster 1
88427 Bad Schussenried
www.kloster-ochsenhausen.de
Glanzvoller Barock
In der Region Oberschwaben-Allgäu sind zahlreiche barocke Bauten erhalten. Während der BAROCKwoche vom 8. bis 16. August 2026 geben reich gedeckte barocke Tafeln, Schauspielführungen, geführte Rundgänge durch Kirchen und Schlösser sowie musikalische Inszenierungen tiefe Einblicke ins sinnes- und baufreudige 18. Jahrhundert. Anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Oberschwäbische Barockstraße“ ist das Programm der diesjährigen BAROCKwoche an der berühmten Ferienstraße besonders prall gefüllt. Das vollständige Programm ist unter www.himmelreich-des-barock.de zu finden.












