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Aktuelles

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Jahreshauptübung der Feuerwehren

Autor: Frau Merk
Artikel vom 10.10.2018

Jahreshauptübung der Feuerwehren Ochsenhausen

Ochsenhauser Rathaus Schauplatz eines Brandes

Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen und Rettungswagen sorgte am Samstagnachmittag auf dem Ochsenhauser Marktplatz für Aufsehen. Ziel der Einsatzkräfte war das Rathaus, aus dem starker Rauch drang. Die zahlreichen Schaulustigen, die sich ebenfalls eingefunden hatten, waren jedoch keine Gaffer, sondern interessierte Zuschauer bei der Jahreshauptübung der Feuerwehren Ochsenhausen, Mittelbuch und Reinstetten.

Für die Übung wurde angenommen, dass im Rathaus ein Brand ausgebrochen sei und mehrere Personen vermisst würden. Die zuerst eintreffende Feuerwehr aus Ochsenhausen stieß auf ein stark verrauchtes Treppenhaus, das nicht mehr als Fluchtweg genutzt werden konnte. Nun galt es, die vermissten Personen aus dem Erdgeschoss sowie dem zweiten Obergeschoss zu retten. Parallel dazu trafen die ebenfalls alarmierten Abteilungen aus Reinstetten und Mittelbuch zur Unterstützung beim Aufbau der Wasserförderung ein. Nachdem eine Person über ein Sprungkissen aus dem zweiten Stock gerettet werden konnte, waren auch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes gefordert. Die Schnelleinsatzgruppe war zur Stelle, um die Verletzten zu übernehmen und weiter zu versorgen. Acht Atemschutztrupps wagten sich in das Gebäude um weitere Personen zu retten. Da sich auch im zweiten Obergeschoss noch Personen befanden, kam die Drehleiter zum Einsatz. Eine Person, Bürgermeister Andreas Denzel, konnte selbständig in den Drehkorb umsteigen, während eine weitere Person mit einer am Drehkorb befestigten Krankentrage geborgen werden musste. Nach der erfolgreichen Rettung aller vermissten Personen, nutzte die Feuerwehr die Drehleiter zum Löschen mit Wasser, das dazu von oben auf das Gebäude und in der Nähe stehende Zuschauer niederging.

Bei der anschließenden Besprechung des Einsatzes im Feuerwehrgerätehaus lobte der Bürgermeister die Einsatzkräfte: „Es hat alles hervorragend geklappt, die Zusammenarbeit der Feuerwehren, des DRK und der Schnelleinsatzgruppe waren vorbildlich.“ Ebenso bedankte sich das Stadtoberhaupt bei den Jugendfeuerwehren, die die Übung als „Opfer“ unterstützt hatten. Er betonte, dass solche Übungen wichtig seien, um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein. Außerdem werde damit auch deutlich, wie wichtig eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr sei. Sein Hinweis, dass am 19. Oktober der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus stattfinden werde, wurde mit Beifall bedacht.

Feuerwehrkommandant Torsten Koch berichtete in seinem Rückblick auf die Übung, dass acht Personen gerettet worden seien, während ursprünglich nur vier bis sechs Vermisste gemeldet worden seien. Insgesamt seien 56 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, davon neun Mitglieder des DRK und acht Atemschutztrupps. Auch Koch dankte allen Beteiligten für ihre hervorragende Arbeit. Er verglich die Zusammenarbeit mit einer Kette: „Jeder ist das Glied einer Kette, und eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied“. Zur Stärkung jedes Einzelnen hatten weitere Kameraden der Feuerwehr einen Imbiss vorbereitet, der ebenfalls großen Anklang fand. Genutzt wurde das Zusammensein auch zur weiteren Diskussion über den Einsatz.