Startseite Über die Stadt Rathaus &
öffentliche Einrichtungen
Tourismus & Freizeit Kunst und Kultur im Kloster Bildung, Kirchen
und Soziales
Wirtschaft,
Bauen, Immobilien
Energie & Umwelt

Kunst und Kultur im Kloster

Stadt Ochsenhausen
Die Geschichte des Klosters
Klostermuseum
Das Klostermuseum Ochsenhausen lässt die lange Geschichte der ehemaligen Benediktiner-Reichsabtei wieder lebendig werden – von der Weihe der ersten Klosterkirche im Jahr 1093 bis zur Auflösung des Klosters bei der Säkularisation im Jahr 1803 und dem späteren Verkauf an den König von Württemberg.

Das vom Land Baden-Württemberg, der Katholischen Kirchengemeinde Ochsenhausen und der Stadt Ochsenhausen gemeinsam getragene Museum befindet sich im Südflügel des Fürstenbaus, dem früheren Gastbau des Klosters. Die jetzigen Museumsräume dienten einst als Empfangsräume des Klosters und gehören zu den repräsentativsten Teilen der Klosteranlage.



Das Museumkonzept
Sonderausstellung: Ochsenhausen im Ersten Weltkrieg

Vor hundert Jahren tobte der Erste Weltkrieg, der Millionen von Menschen das Leben kostete. Darüber wurde im letzten Jahr anlässlich des Kriegsbeginns im Jahr 1914 zahlreich in den Medien berichtet. Doch wie erging es den Menschen, die als Soldaten von hier in den Krieg zogen? Und wie veränderte der Krieg den Alltag der Menschen in und um Ochsenhausen? Dies versucht die Ausstellung »Ochsenhausen im Ersten Weltkrieg - In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit kein Kuchen« im Klostermuseum Ochsenhausen aufzuzeigen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass der Erste Weltkrieg in all seiner Grausamkeit nicht nur auf fernen Schlachtfeldern stattfand, sondern auch ganz erhebliche Auswirkungen auf die Menschen hier in Oberschwaben hatte. Auf den Bauernhöfen und in den Handwerksbetrieben fehlen die Männer. Und je länger der Krieg dauert, desto schwieriger wird die Versorgungslage auch in der Heimat. Lebensmittel werden rationiert und selbst in unserer landwirtschaftlich geprägten Region bringt dies massive Einschränkungen mit sich. Der damalige Versorgungsengpass kommt auch im Ausstellungsuntertitel »In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit kein Kuchen« zum Ausdruck: Er zitiert einen Appell im „Rottumboten“ aus dem Jahr 1915, in dem zum sparsamen Umgang mit Lebensmitteln aufgerufen wird. In zahlreichen Sammelaktionen werden Geld und Rohstoffe gesammelt, selbst kupferne Kochtöpfe und Kirchenglocken werden eingezogen. Zusätzlich werden den Soldaten an der Front sogenannte „Liebesgaben“ geschickt: Lebensmittel, Socken und warme Unterhosen.

Gleichzeitig werden die Menschen in der Heimat mit gefallenen und verwundeten Soldaten konfrontiert. In Ochsenhausen wird ein Lazarett eingerichtet und bereits im ersten Kriegsmonat August 1914 sterben die ersten Soldaten aus Ochsenhausen, Reinstetten und Mittelbuch. Über vier Jahre lang geht das Töten pausenlos weiter. Bis der Biberacher Abgeordnete und Staatssekretär Matthias Erzberger schließlich am 11. November 1918 den Waffenstillstand unterzeichnet und damit nach über vier Jahren das millionenfache Töten beendet, sind dem Krieg aus dem Gebiet der heutigen Stadt Ochsenhausen fast 200 überwiegend junge Menschen zum Opfer gefallen.

Die Ausstellung stellt anhand von Archivalien, Zeitungsausschnitten und Fotos dar, wie die Menschen aus Ochsenhausen und den heutigen Teilorten den Ersten Weltkrieg erlebten. Das umfangreiche Material wurde von einem kleinen Kreis von Heimatforschern unter der Führung von Johannes Angele aus Reinstetten gesammelt und aufbereitet. Hinzu kommen zahlreiche Leihgaben aus der Bevölkerung, die für die Ausstellung Feldpostbriefe und -karten, Orden und Urkunden, Sterbebilder und Todesanzeigen, Uniformteile, Militärpässe, Bezugsscheine und vieles mehr zur Verfügung gestellt hat. Gerade diese privaten Leihgaben zeigen, dass die Erinnerung an diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und die Erinnerung an die gefallenen Angehörigen auch nach hundert Jahren immer noch lebendig ist.

Öffnungszeiten
1. März bis 31. Oktober
Dienstag bis Freitag 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 10 - 17 Uhr
1. November bis 28. Februar
Samstag, Sonn- und Feiertag 14 - 17 Uhr

Über Weihnachten und den Jahreswechsel geöffnet hat das Klostermuseum Ochsenhausen. Lediglich an Heiligabend, am 1. Weihnachtsfeiertag und an Silvester ist geschlossen. An den übrigen Feiertagen ist das Museum geöffnet.

Führungen auf Anmeldung

Eintritt:
Erwachsene 3,00 €
Schüler, Studenten und Schwerbehinderte 2,00 €
Familienkarte 4,50 €
Gruppen ab 20 Personen 2,50 €/Person
Führung 30 € pro Gruppe zzgl. Eintritt

Anschrift:
Klostermuseum Ochsenhausen
Schlossbezirk 4
88416 Ochsenhausen
Telefon 07352/941460
Telefax 07352/941461
Information
und Anmeldung
Städtisches Verkehrsamt
Marktplatz 1
88416 Ochsenhausen
Telefon 07352/9220-26
Telefax 07352/9220-19

Flyer: Ochsenhausen im Ersten Weltkrieg
Arbeitsblätter für Schulen

Arbeitsblätter für Schulen

Merkblatt für Schulen
Konzerte
Ausstellungen
Klostermuseum
Das Museumskonzept
Landesakademie für die musizierende Jugend
Feste und Feiern
Veranstaltungskalender
Ochsenhausen im Film
Grußkarten
Stadtplan
Suche
Kontakt & Impressum